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  • 6. April 2010
    GVO-Sicherheit/GVO-Analysen - erweitertes Monitoring bei fenaco

    Eine 100%-ige Sicherheit, keine GVO-Ware zu importieren gibt es nicht. Mit einem angepassten Monitoring kann man jedoch die Wahrscheinlichkeit eines solchen „Unfalles“ minimieren.
    Aus diesem Grund wird fenaco ab 1. Mai 2010 alle Sojaprodukte vor der Freigabe an die Kunden mit PCR-Analysen auf

    - Round-up-ready-Soja 1 von Monsanto = bestehende Analyse (quantitativ)
    - Round-up-ready-Soja 2 von Monsanto = neue Analyse (qualitativ)
    - Liberty Link-Soja von Bayer = neue Analyse (qualitativ)

    untersuchen lassen. Es handelt sich dabei um die 3 Sorten, welche in der EU zur Verfütterung zugelassenen sind.

    Diese Verbreiterung des Monitorings auf neu 3 Sorten ist zwar aufwändig. Auf der andern Seite tragen wir mit dieser Massnahme der aktuellen Entwicklung im GVO-Bereich Rechnung, und wir versuchen damit der Verantwortung gegenüber unseren Kunden gerecht zu werden.



    7. September 2009
    Warum Import von Soja aus dem Schwellenland Brasilien ?

    Soja wird zur Zeit hauptsächlich in USA (ca. 80-90 Mio Tonnen pro Jahr), Argentinien (ca. 35-40 Mio Tonnen) und Brasilien (50-60 Mio Tonnen) geerntet. Weitere namhafte Produzenten sind Paraguay, Indien, China.

    Während der GVO-Anbau in den USA mittlerweile 85-90%, und in Argentinien 99% beträgt, so bewegt sich dieser in Brasilien immer noch auf ca. 60%.

    Zur Zeit ist Brasilien somit das einzige Land, von wo GVO-freies Soja
    a) regelmässig
    b) in guter Qualität und in genügender Menge
    c) zu vertretbarer GVO-Freiheits-Prämie (zur Zeit etwa Fr. 3.00 per 100 kg)
    gekauft werden kann.

    Die Schweiz wird deshalb, zumindest solange die Labelprodukte von Coop und Migros, sowie suissegarantie etc. eine GVO-freie Fütterung verlangen, auf GVO-freie Ware aus Brasilien angewiesen sein.


    Brasilien / Regenwald / Sklavenarbeit - wo bleibt das ökologische und soziale Gewissen?

    Diese Frage ist sehr wohl berechtigt. Die Themen „Regenwald und Sklavenarbeit“ beschäftigen uns daher schon seit geraumer Zeit und waren denn auch die Hauptgründe, weshalb fenaco im Jahr 2006 begonnen hat, Soja zu beschaffen, welches diesen Aspekten Rechnung trägt.
  • Heute importiert fenaco praktisch 100% unter 2 verschiedenen Nachhaltigkeits-Zertifikaten, nämlich
  • Proforest ca. 65 % gemäss Basler Kriterien, das heisst unter unserer Marke Proforest
  • FEMAS und

    ca. 35 % unter der Zertifizierung FEMAS1).


    1) gemäss den laufenden Vorgaben des Round Table for Responsible Soy (Anbau-Moratorium und Forest Code) und ergänzt mit Bestimmungen zu Sklavenarbeit, Landbesitz etc. und unter Mitwirkung des British Retail Consortium (BRC).





  • 22. Januar 2009
    GVO-Freiheit und Nachhaltigkeit - ein Verbund ?

    Auf den ersten Blick haben GVO-Freiheit und eine nachhaltige Produktion nichts miteinander zu tun. Auch ein Farmer, welcher GVO-Bohnen anpflanzt, kann nachhaltig und verantwortungsvoll wirtschaften.

    In der Praxis ist es aber heute so, dass Sojabohnen und Sojaschrot mit einem Nachhaltig-keitszertifikat (z.B. die Marke Proforest) untrennbar mit GVO-Freiheit verbunden sind.

    Nur weil nachhaltig produziertes Soja die Logistik von GVO-freiem Soja mitbenützen kann, ist so ein Angebot überhaupt möglich, bezahlbar und glaubwürdig.

    GVO-freies Soja gibt es in Brasilien nach wie vor. Die Prämie für GVO-freie Ware wird für die Kampagne 2009/2010 ca. Fr. 4.00 per 100 kg betragen (gegenüber ca. Fr. 2.50 in der laufenden Periode).
    Diese Erhöhung wurde nötig, um den Bauern in Brasilien vermeintliche Mindererträge, bzw. Mehrkosten beim GVO-freien Anbau zu kompensieren. Das Angebot an GVO-freien Sojaprodukten ist in den vergangenen Monaten nicht kleiner geworden. Wer GVO-freies Soja wirklich kaufen will, bekommt es.

    Aehnlich ist es bei Soja mit Nachhaltigkeitszertifikat. Aktivitäten von NGO’s und Gross-verteilern in verschiedenen europäischen Ländern halten das Thema aktuell. Wer Soja mit Nachhaltigkeitszertifikat wirklich kaufen will, bekommt es.

    Proforest-Soja bleibt deshalb nach wie vor zu unverändert konkurrenzfähigen Preisen ein wichtiger Bestandteil unsers Soja-Sortimentes.
  • 17. Oktober 2008
    Aktuelle GVO-Situation in Brasilien
    Der Anbau von gentechnisch verändertem Soja wird in Brasilien auch in der aktuellen Aussaatperiode weiter zunehmen. Nebst der Separierung bei Lagerung, Verarbeitung und Transport ist auch die Bereitstellung von genügend „reinem“, gentechnisch nicht verändertem Saatgut zu einer echten Herausforderung geworden.
    Die in Europa zu bezahlenden Prämien für gentechnisch nicht verändertes Sojaschrot werden für 2009/2010 wie angekündigt Fr. 4.00 bis Fr. 5.00 per 100 kg betragen.


    Aktuelle Situation Proforest-Soja
    Eine sozial- und umweltverträgliche Sojaproduktion in Brasilien wird nicht nur in der Schweiz thematisiert. Auch internationale Nahrungsmittelkonzerne befassen sich mit der Thematik.
    fenaco bietet nach wie vor Sojaschrot unter der Marke ‚Proforest’ an, welches den strengen Anforderungen der sogenannten Basler-Kriterien genügt. Die Preiskonstellation ist so, dass die Konkurrenzfähigkeit zu „gewöhnlichem“ Sojaschrot in jedem Fall gewahrt bleibt.



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