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  • 31. Mai 2011
    Mitarbeiter der fenaco besuchten Mitte Mai Brasilien. Hier deren Erkenntnisse zu GVO und zur Nachhaltigkeit:

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Das würde für 2015/2016 heissen ca. 70 Mio. Tonnen GVO-Soja und noch 5-6 Mio. Tonnen GVO-freies Soja pro Jahr.

Unsere Kontakte haben gezeigt, dass vor allem Gross-Farmen in Goias und Mato Grosso nach wie vor bereit sind, GVO-freies Soja anzupflanzen. Voraussetzung ist, dass Aufwand und Ertrag mit anderen Kulturen (z.B. GVO-Soja, Mais) zu konkurrieren vermag. Nicht zu vergessen sind die zusätzlichen Kosten für die Separierung bei Lagerung und Transport und für die Analytik. Geht diese Gesamtrechnung für Produzent und Kunde auf, so ist bei uns eine GVO-freie Fütterung - zumindest aus Sicht Soja - auch weiterhin möglich.

Die oben beschriebene Zunahme der GVO-Fläche ruft nach immer komplexeren Sicherheits-Massnahmen bei der Lagerung und beim Transport von GVO-freiem Soja. Die Vorgaben der fenaco an die Lieferanten und unser eigenes kompromissloses Monitoring vermochten bis heute eine "Einschleppung" von GVO-Ware in die Schweiz zu verhindern. Mit anderen Worten: Glauben ist gut - kontrollieren ist besser.

Projekt Nachhaltigkeit
An dieser Stelle schon oft erwähnt: Brasilien ist ein grosses Land (800 Mio. ha). Zusammen mit einer teilweisen unklaren Gesetzeslage ist es daher für "temporäre" Besucher fast unmöglich, sich ein Bild über die tatsächlichen ökologischen

Folgen des Sojaanbaus in Brasilien zu machen. Wir stellten fest, dass der vor ein paar Jahren ins Leben gerufene RTRS (round table for responsible soy) auf wackeligen Füssen steht. Dies, weil die Interessen
  • der Regierung (Brasilien will grösster Agrarexporteur der Welt werden)
  • der Produzenten (wollen keine substanziellen Produktions-Nachteile in Kauf nehmen)
  • der NGO’s (wollen Ökologie vor Ökonomie)
ganz einfach zu unterschiedlich sind.

Unser Eindruck Vorort war, dass die heute bestehende Zertifizierung für nachhaltiges Soja - z.B. Ware der fenaco Marke Proforest - nur in Kombination mit GVO-Freiheit Bestand haben wird. Es sind heute vor allem die vermeintlich "bösen" Grossfarmer, welche aufgrund ihrer modernen Infrastruktur und wohl auch aufgrund ihrer finanziellen Stabilität die Zeichen der Zeit erkennen und nebst GVO-Freiheit auch einen nachhaltigen Anbau garantieren können. Beim GVO-Soja als Massenware, welches zu zig Millionen Tonnen z.B. nach China verschifft wird, steht weniger eine Nachhaltigkeitszertifizierung, als vielmehr eine Produktionsmaximierung im Vordergrund.

Das in der Schweiz von verschiedenen Firmen und Organisationen gegründete Netzwerk für nachhaltig produziertes Soja geht ohne jeden Zweifel den richtigen Weg - Brasilien zu missionieren vermag es hingegen nicht.
  • 27. April 2011
    fenaco nimmt anfangs Mai an einer internationalen Konferenz zur gentechnik-freien brasilianischen Landwirtschaft in Sao Paulo teil. fenaco unterstreicht damit ihr hoher Interesse am "Wie geht es weiter in Brasilien".

    Gleichzeitig werden 2 brasialinische Oelmühlen auditiert, welche gemäss den Basler Kriterien zertifizierte Sojaprodukte an die fenaco liefern.


    18. Januar 2011
    Schweizer Netzwerk nachhaltig produziertes Soja
    fenaco ist Gründungsmitglied


    Im Beitrag vom 9. November 2010 (siehe weiter unten auf dieser Seite) haben wir Sie erstmals über das Schweizer Netzwerk für nachhaltig produziertes Soja informiert.
    Heute können wir Ihnen mitteilen, dass die fenaco zusammen mit anderen wichtigen Organisationen der Produktionskette (Coop, Migros, Sojaimporteure, Bauernverband, Suisseporcs, IP-Suisse, WWF, Biosuisse) zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes gehört.
    Die entsprechenden Dokumente wurden Ende Dezember 2010 unterzeichnet.
    Mit der Teilnahme am Netzwerk verpflichtet sich die fenaco zur aktiven Mitarbeit, damit das Netzwerk-Ziel (90% nachhaltig produziertes und entsprechend zertifiziertes Soja bis Ende 2014) erreicht werden kann.
    Im Juni 2006 (siehe weiter unten auf dieser Seite) war es fenaco, welche als erste Firma eine Schiffsladung von 1200 to Sojaschrot der Marke Proforest® mit Nachhaltigkeitszertifikat nach Europa, bzw. nach der Schweiz brachte.
    Seither sind viele Diskussionen über Sinn und Unsinn einer solchen Zertifizierung geführt worden. Auch wenn noch viele Fragen einer Antwort bedürfen, so darf der heutige Zusammenschluss von Firmen und Organisationen, welche in dieser Sache dieselben Ziele verfolgen, als Erfolg gewertet werden. Dies nach dem Motto „lieber mit einer 80%-Lösung beginnen, als bis zum St.Nimmerleinstag auf eine 100%-Lösung warten“.
    Die fenaco freut sich, bei der Beschaffung von GVO-freiem und nachhaltig produziertem Soja auch weiterhin an vorderster Front für Sie tätig sein zu dürfen.





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